Förderung von Projekten zum Thema „Sektorübergreifende Maßnahmen resilienter Versorgung“ – BMBF-Programm für resiliente Versorgung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bietet mit diesem Förderprogramm Unterstützung für innovative Projekte, die die Versorgungssicherheit in Krisen- und Katastrophensituationen verbessern. Es richtet sich an sektorübergreifende Ansätze im Risiko- und Krisenmanagement, um die Resilienz von Versorgungsstrukturen für Bevölkerung, Wirtschaft und Staat zu steigern.

Kurzzusammenfassung des Förderprogramms

Dieses Programm fördert Verbundprojekte und ein wissenschaftliches Begleitvorhaben mit zwei thematischen Schwerpunkten: präventive Maßnahmen mit Stichtag am 28.02.2025 und reaktive Maßnahmen mit Stichtag am 30.09.2025. Der Fokus liegt auf anwendungsorientierten Lösungen, die die Resilienz in sensiblen Versorgungsbereichen wie Energie, Wasser, Lebensmittel und Gesundheit stärken. Es handelt sich um vorwettbewerbliche Forschung, die interdisziplinäre Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Anwendern einbezieht.

Kumulierbarkeitsregeln

Die Förderung berücksichtigt die EU-Beihilferegeln gemäß der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO), insbesondere Artikel 8. Eine Kumulierung mit anderen staatlichen Beihilfen ist zulässig, solange die maximalen Beihilfeintensitäten oder -beträge nicht überschritten werden. Beihilfen für dieselben förderfähigen Kosten können nur bei unterschiedlichen Kostenarten oder unter Einhaltung der Höchstgrenzen kombiniert werden. Eine Kumulierung mit De-minimis-Beihilfen ist ausgeschlossen, wenn dadurch die AGVO-Grenzen überschritten würden.

Potentielle monetäre Vorteile

Kategorien des monetären Mehrwerts

Zuschüsse: Hoch (über 50.000 €, abhängig vom Projektumfang; Maximalbeträge gemäß AGVO: bis zu 55 Mio. € für Grundlagenforschung, 35 Mio. € für industrielle Forschung, 25 Mio. € für experimentelle Entwicklung pro Vorhaben). Die Förderung erfolgt ausschließlich als nicht rückzahlbarer Zuschuss.

Darlehen: Nicht relevant, da keine rückzahlbaren Förderungen vorgesehen sind.

Steuervergünstigungen: Nicht relevant, da das Programm keine spezifischen Steuererleichterungen enthält.

Gesamtbewertung des monetären Mehrwerts

Hoch, aufgrund der potenziell hohen Zuschussbeträge, die je nach Forschungskategorie und Unternehmensgröße bis zu 100 % der förderfähigen Kosten decken können. Besonders vorteilhaft für nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten und KMU mit Bonusregelungen.

Hinweis auf indirekte Vorteile

Zusätzlich zu den direkten finanziellen Mitteln bietet das Programm Zugang zu Netzwerken durch sektorübergreifende Zusammenarbeit. Es ermöglicht Vernetzung mit relevanten Akteuren wie Behörden, Wirtschaft und Wissenschaft sowie erhöhte Sichtbarkeit durch wissenschaftliche Begleitvorhaben und Veröffentlichungen.

Bedingungen für Antragsannahme

Antragsteller müssen antragsberechtigte Einrichtungen sein, wie Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Behörden oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Projekte müssen sektor- und akteursübergreifend ausgerichtet sein und sich auf vorwettbewerbliche Forschung beschränken. Eine klare Zuordnung zu einem der beiden thematischen Stichtage (präventiv oder reaktiv) ist erforderlich.

Verbundprojekte müssen eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Anwendern nachweisen. Ein detaillierter Arbeits- und Verwertungsplan ist notwendig, der die Praxistauglichkeit und Innovationshöhe der Ergebnisse darstellt.

Die Einreichung erfolgt zweistufig (Projektskizze und förmlicher Antrag) über das elektronische System „easy-Online“. Eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland ist Voraussetzung für die Auszahlung der Förderung, wobei Ausnahmen für ausländische Partner möglich sind, begrenzt auf 20 % der Fördersumme.

Unternehmen dürfen sich nicht in Schwierigkeiten befinden (gemäß AGVO-Definition, mit Ausnahme für Unternehmen, die zwischen 01.01.2020 und 31.12.2021 in Schwierigkeiten gerieten).

Förderung von Projekten zum Thema „Sektorübergreifende Maßnahmen resilienter Versorgung“ – BMBF-Programm für resiliente Versorgung